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Onkelz damals - Ein Zeitzeugenbericht

Vorwort

Ich habe einige Verwandte in meiner Familie, die die Zeit der Onkelz hautnah miterlebt
haben und somit mir und vielleicht auch euch diese Zeit etwas verständlicher und anschaulicher
gestalten können. Ich führte ein Gespräch mit meinem Opa das über drei Stunden ging
und welches ich euch heute zusammengefasst als Lesestoff zur Verfügung stellen möchte.


Die Zeit von 1980 bis 2000


ExEngel :

Opa, wie war diese Zeit? Welche Mentalität hatten die Menschen?


Opa :

Nun ja, es war eine Zeit des Aufbruchs, eine Zeit des Neuanfangs und der Rebellion. So haben wir
das hier erlebt. Die Menschen teilten sich in Gruppen, die einen wurden immer reicher, die anderen
immer ärmer. Man war zwar selbst unzufrieden und wollte etwas verändern.


ExEngel :

Wann hast du das erste Mal von den Böhsen Onkelz gehört?


Opa :

In der DDR war es schwer und verboten an solche Musik ranzukommen. Aber Bekannte und Verwandte
schickten Pakete und in einem war auch eine Kassette mit einem Lied von den Böhsen Onkelz.
Meine Freunde und ich fanden diese "rebellische" Musik damals toll, denn es hat genau unser Lebensgefühl ausgedrückt. Es war das, was jeder hier dachte aber niemand gewagt hätte auszusprechen.
Immerwieder ließen wir uns Lieder schicken und verbreiteten diese Musik schnell unter unseren Freunden. Und so kam es das ich mir durch Verwandte mein erstes Album schicken ließ, Kneipenterroristen. Mein ganzer Stolz, bis heute. Ich pflegte es wie meinen Augapfel.


ExEngel :

Welches war dein Lieblingslied von diesem Album?


Opa :

"So sind wir". Damit feierten wir die Böhsen Onkelz und uns selbst. Diese Lieder steigerten nicht nur unser Ego und unseren Zusammenhalt, nein sie taten viel mehr. Sie zeigten uns das dieses Leben doch nicht so schlecht war, wie wir dachten. Es wurde allmählich zu einer großen Feierstunde. Ja, ich weiss bei euch sagt man heute "Party". Aber immerhin haben wir damals die besseren "Party´s" gefeiert als ihr heute. Bei uns hatte das noch etwas mit Mentalität und Glauben an die Musiker zu tun.


ExEngel :

Ich denke schon das sehr viele heutzutage an die Musiker "glauben", aber lassen wir das dahin gestellt.
Wie waren denn eure "Party´s" damals? Drogen, Alkohol und Frauen? *lach*


Opa :

Ob man es glaubt oder nicht, unsere Feiern damals waren um einiges schlimmer als eure heute. Viel Alkohol, Musik zum mitschreien und ja auch manchmal Drogen. Aber damals hatten wir wesentlich ungefährlichere Drogen als eure Generation heute. Damals war eine Party nur gelungen wenn sich keiner mehr aufgrund von Alkohol- und anderen Exessen dran erinnern konnte.


EnEngel :

Aber woher wolltet ihr dann wissen das die Party gelungen war?


Opa :

Der Glaube daran und die Musik die bis in die Morgenstunden aus dem Recorder duselte waren Gründe genug.


ExEngel :

Was für Musik habt ihr auf den besagten Partys gehört?


Opa :

Vorwiegend Böhse Onkelz. Ab und an mischte sich zwar eine andere Band darunter aber der Kern blieb immer gleich.


ExEngel :

Waren alle deine Freunde Onkelz Anhänger?


Opa :

Mit voranschreitender Zeit wurden es sehr viele, ja. In dieser Zeit brauchte man eine Stütze. Und vielen unzufriedenen Menschen machte die Musik neuen Mut.


ExEngel :

Die Onkelz veränderten sich und wurden "erwachsen". Habt ihr euch damals mit verändert?


Opa :

Einige mehr, andere weniger. Es gab viele, bei denen es schon an Kopie der Böhsen Onkelz grenzte.
Ich selbst war jemand der sich äußerlich zwar weniger veränderte aber innerlich auch diese Veränderung mitmachte.


EnEngel :

Wann denkst du war die stärkste Zeit der Onkelz?


Opa :

Wenn ich mich richtig erinnere denke ich um 1992. Überall hörte und las man von den Jungs. Und jeder kannte sie aufeinmal. Selbst die Lehrer in den Schulen kannten diese Musik. Sie war zwar auf dem Schulhof verboten aber jeder redete darüber. Das lustige dieser Zeit waren die Medien. Sie veranstalteten eine regelrechte Hetzjagd gegen diese Musik. Eigentlich gab es die Musik auch nirgendswo zu kaufen aber jeder hatte sie. Man kannte halt damals noch Leute die sich einen feuchten Kericht um die Presse scherten. Und so war man trotz Pressehetze immer auf dem neusten Stand.


ExEngel :

Warst du damals auch bei Konzerten?


Opa :

Ja waren wir. Wir zelebrierten diese Konzerttage regelrecht. Es gab ja keine öffentlichen Konzertansagen wie heute. Damals setze man auf Mundpropaganda. Einer wusste was und verbreitete es. Wer damals genug Freunde hatte kam auch recht leicht an Karten für diese Ereignisse.


EnEngel :

Wie waren die Konzerte früher? Anders als jetzt?


Opa :

Also es wurde zwar weniger Technik eingesetzt und die Besucher hielten sich auch in Grenzen aber die Stimmung von damals steht der heutigen in Nichts nach. Was heute Sekten sind waren damals die Böhsen Onkelz Anhänger und so feierten diese auch.


ExEngel :

Also war euch egal was andere sagen?


Opa :

Natürlich. Wir liebten und lebten diese Musik. Da hätte kommen können was wolle.




Die Zeit von 2000 bis 2007




ExEngel :

Was denkst du über diese zeit und die Auflösung der Onkelz?


Opa :

Du weisst ja das ich diese Musik bis zum Ende gehört habe. Ich hab dir damals als du noch klein warst schon die "nicht so schlimmen Lieder" vorgespielt und dir versucht zu zeigen das es egal ist was jemand über dich denkt sondern das es viel wichtiger ist das du an dich glaubst und das zeigst. Und so ist es bis heute. Ich stehe mit meinen 72 Jahren dazu das ich die Böhsen Onkelz von Anfang bis Ende gehört und gelebt habe. Auch wenn man mit einer Familie ruhiger wird, trägt man dennoch den Glaube an diese Zeit im Herzen. Wenn auch der Glaube mit der Auflösung etwas erschüttert wurde, die Zeit bleibt unvergessen. Es war die, wie sagt ihr immer (?) , "geilste" Zeit in meinem Leben und das habe ich meiner Familie und meinen Kindern weitergeben.


ExEngel :

Also hörst du die Musik weiterhin?


Opa :

Ja, du weisst ja. Wenn ich allein in der Werkstatt bin und mal meine Ruhe habe kann ich mit der Musik die alten, wilden Zeiten wieder aufleben lassen.


EnEngel :

Danke für das tolle Gespräch Opa. Möchtest du noch etwas sagen?


Opa :

Ja grüß die netten Leute von, warte wie heißt es *fragender Blick und etwas Hilfestellung*, ja Heilige Lieder. Sie machen eine tolle Arbeit und lassen eine Legende in den Herzen vieler Fans weiterleben.
Und grüß natürlich auch die vielen treuen Anhänger und sag ihnen sie so weitermachen sollen.


ExEngel :

Ja werde ich tun. Danke Opa.


Opa :

Bitte, immer wieder gern.

    
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